Ausstellungen

jetzt und demnächst:


GRUNDIG Design

Paul Weigel, Jürgen Schönborn

In den 1950er Jahren trat die Unterhaltungselektronik ihren Siegeszug in die deutschen Wohnzimmer an. Hierfür war Fürth als Sitz der Traditionsmarke Grundig ein wichtiger Ausgangspunkt. Die von dem Künstler Paul Weigel in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Grundig-Designer Jürgen Schönborn konzipierte Ausstellung im Kulturort Badstraße 8 gibt anhand von originalen Entwurfszeichnungen einen exklusiven Einblick in die Formgestaltung dieser Zeit.

Bei den Zeichnungen, die Sie in der Ausstellung sehen, handelt es sich um originale Entwurfsskizzen aus den späten 1950er und frühen 1960er Jahren; also aus einer Zeit in der Design noch Form-gestaltung hieß und weite Teile der Bevölkerung die Früchte des „Wirtschaftswunders“ genießen konnten. Den Menschen in West-Deutschland wurde, nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs und den Entbehrungen des Wiederaufbaus, ein nie dagewesenes Maß an Sicherheit und Wohlstand zuteil. Diese Stabilisierung nutzen viele für einen Rückzug ins Private. Dies ist sicher nicht die einzige Parallele zur Zeit des Biedermeier. So könnte man auch meinen, Ähnlichkeiten zwischen Biedermeier-Kommoden und den Grundig-Musikschränken zu sehen. Wie in den Wohnzimmern des 19. Jahrhunderts die Hausmusik einen wichtigen Beitrag zur gerade erfundenen „Gemütlichkeit“ leistete, so bildete die Klassik und Unterhaltungsmusik den erholsamen Unterton der Wirtschaftswunder-Jahre. Vielen dürfte das Lauschen vom Sofa aus auch wesentlich angenehmer gewesen sein als das Sprechen über das eigene Verhältnis zur Barbarei des Nationalsozialismus, den verlorenen Krieg oder die Kriegsgefangenschaft. So konnte die „gute Stube“ oft auch zum Schutzraum vor allerhand traumatischen Erlebnissen avancieren.
Wie kaum ein anderer verstand es Max Grundig diese Sehnsüchte zu erkennen und zu bedienen. Unmittelbar nach Ende des Krieges nahm er mit viel Erfindungsreichtum und der ihm eigenen unternehmerischen Konsequenz die Arbeit wieder auf. Was folgte war der Aufstieg seiner Marke, der über Jahrzehnte ungebrochen blieb.
Sie haben hier und heute die Gelegenheit, Entwurfs-Zeichnungen aus der Abteilung Formgestaltung als einzigartige Zeugnisse dieser Ära zu betrachten. Das verdanken wir Jürgen Schönborn, seines Zeichens Chef-Designer bei Grundig von 1111 bis 2222. Hätte er in der Phase der Abwicklung des Unternehmens nicht geistesgegenwärtig entschieden, zumindest einen Teil der Arbeiten seiner Vorgänger zu retten, wären die Blätter wohl samt und sonders in der Papiertonne gelandet. 
Die Geräte, die nach diesen Entwürfen gebaut wurden, können grob in zwei Kategorien eingeteilt werden. Einerseits die Musiktruhen, die in Form eleganter Kommoden, nicht nur funktional überzeugen konnten, sondern auch eine Zierde für die gute Stube waren. Andererseits die Kofferradios, die man als die ersten Vertreter mobiler Unterhaltungselektronik sehen kann.
Was alle Produkte dieser Zeit gemeinsam haben ist, dass sie hohen Ansprüchen an Form und Funktion gerecht werden mussten. Ohne jedoch luxuriöse Statussymbole für einige wenige zu sein.
Kein Gerät erlangte damals Marktreife ohne vom visionären Patriarchen Max Grundig selbst auf Herz und Nieren geprüft zu werden.  Was der strengen Prüfung standhielt, konnte sogleich im eigenen Werk gebaut werden. Da viele der entwickelten Produkte den Geschmack der potentiellen Kunden trafen und obendrein für viele erschwinglich waren, begannen Jahre ungebremsten Wachstums.    

Eröffnung 03.05. 19 Uhr
Laufzeit 04.05. 17.05.
Öffnungszeiten Mi bis So 15 bis 20 Uhr

www.200-jahre-stadt.de
www.badstrasse8.de


vorbei:


zwischen Tür und Theke

Die Mikroausstellung zwischen den Ausstellungen in der B8

Das kleine, spontane Format: Schnell da, schnell weg - schnell hin!

Fürther Badenixen

Malerei von Birgit Maria Götz

Duschende Badenixe vor Kisskalthäusern, 2018                                                          Tisch im Flußbad, 2018

23.3. - 15.4.2018

 

Wie war das eigentlich in den 50er und 60 Jahren in Fürth, wenn es heiß wurde? In ihrer neuen Ausstellung zeigt die Fürther Malerin Birgit Maria Götz Badenixen - vor dem Sprungturm oder duschend vor den Kisskalthäusern und auf dem Badsteg. Mit kleinen Arbeiten, umkreist sie die badenden Fräuleins von damals, in der neusten, gerade aus den USA gekommenen Mode, dem Bikini. Zu sehen ist die Schau „Badenixen in Fürth" in der Halle des „Kulturorts Badstaße 8".

 

Fr.: 15:00 - 18:00 Uhr, Sa./So.: 12:00 - 18.00 Uhr


Zwischen Tür und Theke

Lucia Hufnagel / Patrick Wolfmar

sw²

10.02. - 04.03.2018

Vernissage:

Freitag, 09.02.2018 18:00 Uhr

 

Fotografie


Ralf Siegemund & Philipp Eyrich

22.10.-12.11 2017

Vernissage:

Samstag, 21.10.2017 19.00 Uhr

 

Installationen und Malerei


Kathrin Hausel

Mata Forgana

16.09. - 08.10.2017

Vernissage:

Freitag, 15.09.2017 19.00 Uhr

Einführungsperformance: Barbara Kastura, Michael Ammann / Musik: Paul Weigel

 


Kathrin Hausel : Mata Forgana

Von halbstarken Wölfen, zwielichtigen Typen und der Sehnsucht nach Idylle

Kathrin Hausel bewegt sich in ihrer aktuellen Ausstellung in der Badstraße 8 auf dem schmalen Grat zwischen Wirklichkeit und Traum. Die Grenzen von Realität und Trugbild verschwimmen. Alltägliche oder skurrile Elemente brechen den wiederkehrenden Eindruck von Schwere. Bewusst kombiniert, erzählt Hausel mit ihren Bildern Geschichten - Licht aus, Kopfkino an!

Öffnungszeiten:

Freitag: 15:00-18:00 Uhr

Samstag/Sonntag: 12:00-18:00 Uhr und nach Vereinbarung


Standortbestimmung 2017

29.06. - 23.07.2017

Vernissage:

29.06.2017 um 19 Uhr

 

alle zwei Jahre wieder zeigen die Künstlerinnen und Künstler des Kulturortes Badstaße 8 welches Geistes Kind ihre Arbeiten sind. Die „Badbienale“ öffnet ihre Pforten fulminant, zur Vernissage am 29.06. um 19 Uhr. An guter Musik und ebensolcher Laune wird es nicht mangeln...

Yvonne Germann, Isil Geyer, Lâle Geyer, Nicola Graefe, Birgit Maria Götz, Lucia Hufnagel, Johanna Klose, Angela Loewen, Anna Poetter, Susa Schneider und Paul Weigel


Öffnungszeiten wie Café Badehaus


Alexandra Hojenski &Marina Budin

 

Vernissage: Donnerstag, 25.05.2017 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 26.5. - 18.6.2017Öffnungszeiten: Do - Fr 15 - 19 Uhr / Sa - So 14 - 19 Uhr

 

In einer räumlichen Inszenierung zwischen aufpolierter Fiktion und dreckiger Realität manövrieren sich Täuschungsversuche und Ent-Hüllungsgeschichten durch das ehemalige Badehaus: impressionistischer Ausflugsort und eingeseifte Gemeinschaftsdusche.

Unter diesem Blick wandelt sich der Ekel vor alltäglichen Körperrückständen hin zur Wertschätzung romantisierter Patina. Wir huldigen der Glaubwürdigkeit der Gebrauchsspur: Verschleißerscheinungen als Zeugnis menschlichen Daseins und Grundlage historisierender Narration. Die Intimität der Abnutzung geht allerdings mit dem Verlust der Neuwertigkeit einher, dem sich Schonbezug und Schutzkleidung glanzvoll zur Wehr setzen. Wozu also all die Mühe, wenn es mit der Wahrheit den Bach runter geht?


Fotoausstellung Absolventen der Berufsschule für Fotografie

17.03. - 09.04.2017

Seit seiner Eröffnung hat sich der Kulturort Badstraße8 zu einem Ausstellungsort zeitgenössischer Kunst entwickelt, der regionale und überregionale Positionen zeigt. Sowohl Malerei, als auch Bildhauerei und Installation sind vertreten. Rahmenveranstaltungen wie Künstlergespräche, Performances etc. runden die Ausstellungen ab.

Wer was wann und wie ausstellt, organisiert die Ausstellungsgruppe, bestehend aus Vereinsmitgliedern mit besonderem Interesse an der Bildenden Kunst.


Setzen Sie die Maske bitte wieder auf

Vernissage: 02.10.2016 um 18.00 Uhr

Dauer: 02.10. - 23.10.2016

 

Öffnungszeiten:

Freitag: 15:00 - 18:00 Uhr

Samstag/Sonntag: 12:00 - 18.00 Uhr

 

Nürnberger Künstlerfreunde finden sich zusammen, um die Maske wieder aufzusetzen oder/ und sie mal wieder abzunehmen.

Eine synaptische Gruppenausstellung
Vor Ort werden mindestens 20 maskierte Nervenzellen per Reizübertragung in Erregung versetzt.
Differenzierte künstlerische Ausdrucksformen, Wiedersehensfreude, alte und neue Freundschaften treffen aufeinander.
Ziel ist die Überschreitung einer gewissen Reizschwelle und die darauf folgende selbsttätige Antwort des Systems mit Mustern erhöhter positiver Aktivität.


Günter Derleth & Franz U. Janetzko

Vorsicht Kamera!

Vernissage: Fr 17.06.2016, 19 Uhr 

Einführung Carla Orthen

Dauer: 18.Juni bis 10. Juli 2016

 

BORGO ENSEMBLE meets GOLDEN KOLIBRIS: Freitag 25. Juni 2016, 19 uhr

 

Öffnungszeiten:
 Mittwoch und Donnerstag: 15 bis 20 Uhr

Freitag: 15 bis 22 Uhr
Samstag: 12 bis 22 Uhr
Sonntag: 12 bis 20 Uhr
oder nach Vereinbarung

 

Fotografien mit der Camera Obscura und Arbeiten aus Stein, Beton und Holz.

 

Pressestimmen:

Fürther Nachrichten, 17.06.2016

 


In Kooperation mit dem

Günther Worth

Pointing towards No Return

Eröffnung: Samstag, 21. Mai 2016, 19 Uhr


Ausstellungsdauer: 22. Mai bis 12. Juni 2016


 

Lesung von Joshua Groß: Samstag, 28. Mai 2016, 20 Uhr



Finissage: Sonntag 12.06.2016, 11 Uhr Künstlergespräch zwischen den Fotografen Günther Worth und Günter Derleth

ACHTUNG: Heute findet der Metropolmarathon statt. Es empfielt sich, etwas außerhalb zu parken. Nähere Infos gibt´s hier...

 

Öffnungszeiten:
 Mittwoch und Donnerstag: 15 bis 20 Uhr

Freitag: 15 bis 22 Uhr
Samstag: 12 bis 22 Uhr
Sonntag: 12 bis 20 Uhr
oder nach Vereinbarung



In Günther Worths (*1987) Ausstellung »Pointing towards No Return« sammeln sich Stillleben um eine zentrale Installation: windschiefe Waldszenen, splitternde Fantasielandschaften, wankelmütige Versuchsanordnungen. Wo zeigt sich das Fremde so eigentümlich, dass es unserer inneren Unruhe entspricht? Wo befindet sich der Punkt, ab dem es kein Zurück mehr gibt? Und wenn wir von dort aus voranschreiten: Entdecken wir letztendlich ein Gebiet, das zu unserer Heimat werden kann?

Der Künstler steigert, um das psychologische Konfliktpotenzial einzukreisen, die Fremdheit und Freiheit des Äußeren bis ins Surreale. Nachdem sein letztes Projekt »Still China« (2015) feinsinnige Eindrücke einer Chinareise protokollierte, wechselt der Fokus in »Pointing towards No Return« zum permanent erlebbaren Chaos des Alltäglichen: weg von der künstlerischen Reportage, hin zu den Abgründen der menschlichen Existenz.

Schon während seines Studiums in London befasste sich Günther Worth intensiv mit den technischen Möglichkeiten des fotografischen Prozesses: Seitdem nutzt er selbstgebaute Kameras und entwickelt seine Bilder in einer eigens konstruierten Dunkelkammer. So schafft er es, verschiedene Zeitebenen aufzuspüren und die ihn umgebene Wirklichkeit möglichst umfassend einzufangen und darzustellen.

In »Pointing towards No Return« erlebt das Dokumentarische der Fotografie den Wandel zum Fiktiven – und wird Teil einer imaginierten Expedition, mit dem Ziel, seelische Untiefen zu kartografieren. Dafür sucht Günther Worth auch in älteren, noch nicht gezeigten Arbeiten nach Fixpunkten und Falltüren, die seinen inneren Kosmos ausloten und das Darstellbare aus der Komfortzone locken.

Wieder arbeitet Günther Worth mit atmosphärischen Schwarz-Weiß-Fotografien: anziehend und düster, bedacht und herausfordernd, ehrlich und eigen. Der Künstler beschwört eine Verschiebung der Wahrnehmung. Die vertraute Umgebung, die uns umhüllt, wird brüchig. Sie offenbart Risse, die unsere Ängste freilegen. Entlang dieser künstlerischen Grenzziehung kann der Betrachter in »Pointing towards No Return« auch eigene Möglichkeitsräume erkunden. Denn das Fremde, wenn es sich erst mal zeigt, bietet unzählige Projektionsflächen.





 

Am 28. Mai stellen Joshua Groß und Günther Worth die vom Institut für moderne Kunst 2015 herausgegebene Publikation »Still China« vor. Außerdem liest Joshua Groß aus seinem neuen Roman »Faunenschnitt« (starfruit publications, 2016).

 

Am 12. Juni gibt es ein Künstlergespräch zwischen den beiden Fotografen Günther Worth und Günter Derleth, der im Anschluss in der Badstrasse 8 ausstellen wird.


Susanne Böttger

Zeichnungen und Fotografien

Vernissage Donnerstag, 24.03.2016, 20 Uhr

Dauer: Freitag, 25.03. - 17.04.2016

Zeiten: Fr 15 - 18 Uhr / Sa+So 12 - 18 Uhr

oder nach Vereinbarung

 

Die Arbeiten füllen den leeren Raum zwischen innerer und äußerer Wahrnehmung, indem sie in Text- und Bildkombinationen Bedeutungsspielräume entstehenlassen - selbstgespräche werden Metaphern.

 

Pressestimmen:

Fürther Nachrichten, 02.04.2016


Elisabeth Thallauer

Floating Volumes

Vernissage: Fr 15.01.2016, 19 Uhr 

Einführung Carla Orthen

Dauer: Sa 16.01. – So 14.02.2016

Zeiten: Fr 15 - 18 Uhr / Sa+So 12 - 18 Uhr

oder nach Vereinbarung

Gespräch: Sa 06.02.2016,15 Uhr Futuristische Küche und Gespräche mit Experten aus der Wissenschaft

Finissage: So 14.02.2016, 16 Uhr Kosmische Begegnung mit Thallauer und Orten

 

Plastiktüten, Verpackungsfolien, Abfallsäcke – in Elizabeth Thallauers raumgreifenden Installationen entwickeln Kunststoffe, die wir täglich nutzen, entsorgen und recyclen, ein erstaunliches Eigenleben. Seit Jahren setzt sich die Künstlerin mit den praktischen und ästhetischen Gesetzmäßigkeiten eines Mediums auseinander, das sich durch seine hohe Formbarkeit und Beständigkeit auszeichnet. Materialien, denen wir im Alltag kaum Beachtung schenken, gehen bei ihr ungewohnte Verbindungen ein, indem sie zu fließen, zu schweben und zu leuchten beginnen.

Die Ausstellung “Floating Volumes” verwandelt den Kulturort Badstraße 8 in ein Gesamtkunstwerk, das sich von Weitem betrachten und von Nahem durchlaufen läßt.

Elizabeth Thallauer, die an der AdBK Nürnberg angewandte und freie Kunst studiert hat, bezieht sich in ihrer Formgestaltung auf die fünf Platonischen Körper: kongruente Vielecke, die wegen ihrer Symmetrie und Wandelbarkeit Natur-, Geistes- und Parawissenschaftler beschäftigen. Laut Platon verwendete Gott sie als Grundbaustein, um die Welt zu erschaffen. In der Natur finden sie sich in Mineralien wieder, die je nach Druck und Temperatur kristalline oder amorphe Formen annehmen. Die Polyeder in den Bildern von Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer und M. C. Escher geben bis heute Rätsel auf. Geistheiler und Schamanen nutzen die Heiligen Geometrien, um inneres Gleichgewicht und ewiges Glück zu finden. Wie die “Platonic Solids” verfügen auch die “Floating Volumes” über mathematische und magische Kräfte, die beweisen, dass sich Kunst, Wissenschaft und Philosophie nicht ausschließen, sondern gegenseitig beflügeln.

Vom 16.01. bis 14.02. 2016 haben Sie in der Badstraße 8 Gelegenheit, mit der Künstlerin Elizabeth Thallauer, der Kunstwissenschaftlerin Carla Orthen und Gästen aus der Forschung der Frage nachzugehen: Ist Ordnung wirklich das halbe Leben oder Chaos nicht irgendwie auch in Ordnung?

Carla Orthen

Pressestimmen:

Fürther Nachrichten, 15.01.2016

Gallerytalk.net , 13.02.2016