Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Fürth
Dauer der Ausstellung: 28.06. bis 27.07.2026
Besichtigung: Mittwoch-Sonntag 13-18 Uhr
Eröffnung: Samstag, 27.06.2026 um 19 Uhr
Drei Jahre lang fotografierte Milena Schilling 45 Menschen aus Konstanz nackt im Bodensee. Menschen aller Körperformen und Hintergründe im Alter von 18 bis 73 Jahren tauchten vor ihrer Kamera
ab.
Der Antrieb zu dieser Fotoserie entspringt einer atemberaubenden Begegnung mit der Natur im offenen Meer und der Erkenntnis: Bestehen wir zwar selbst aus 60–70 % Wasser, bleibt uns dieses Element
doch unzähmbar überlegen und zugleich lebensnotwendig. Obwohl 71 % der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, kann der Mensch darin nicht leben. In der scheinbar unendlichen blauen Weite zu
schwimmen, prägte die Fotografin tief und wurde der Beginn einer fotografischen Reise zum Wasser als Ursprungselement allen Lebens: O R I G I O.
Für das daraus entstehende Projekt entwickelte die junge Fotografin ein präzises Konzept und sprang damit schließlich erneut buchstäblich ins kalte Wasser – diesmal vor der eigenen Haustür in den
Bodensee. Zunächst suchte sie Unterwasserspots in Ufernähe, weitete ihre Ortswahl jedoch rasch aus und entschloss sich schließlich, einen Segelschein zu machen. So brachte sie ihre Gruppe mit dem
Segelboot ins tiefere Wasser, um die geplanten Szenerien unter der Oberfläche zu formieren.
Jede Komposition reifte in der Theorie, wurde an Land geprobt und schließlich im Wasser modelliert und
fotografisch eingefangen. Doch dabei spielte die Natur regelmäßig all ihre Willkür aus: Wassertemperatur, Windstärke, Witterungsverhältnisse der Vortage, Pflanzen – nichts war planbar,
verlässlich oder gar wiederholbar. Erst bei Wassertemperaturen unterhalb von 12 Grad war eine klare Sicht möglich. Die Tauchenden konnten deshalb nur wenige Minuten im kalten Bodensee verharren,
und die Fotografin konnte pro Tauchgang nur eine einzige Aufnahme auslösen. Erst später am Bildschirm zeigte sich die Qualität der Bilder, die dem Projekt seine analogähnliche Echtheit verleihen.
Entstanden ist ein uns gleichermaßen alltäglicher und in dieser Form doch unbekannter, malerischer Blick auf eine Welt im nassen Element.
Die mystische Ästhetik der Bilder wurde inspiriert von Gemälden und Skulpturen der Renaissance. Die Trübungen des Sees und das sanfte Licht des bewölkten Himmels erzeugen einen zeitlosen
Charakter der Fotografien und wecken Erinnerungen an unseren Ursprung: Jedes menschliche Leben wächst umschlossen von Fruchtwasser heran. Beinahe schwerelos, frei von Besitztümern, getragen von
einem Element, das keine Grenzen, Sprachbarrieren oder Hierarchien kennt.
Milena Schillings Fotografien öffnen unseren Blick und nähren unsere Sehnsucht nach ursprünglicher Verbundenheit – sowohl
mit unserer eigenen Spezies als auch mit dem Wasser, das unseren Lebensraum von allen anderen bekannten Planeten unterscheidet. Die Serie zeigt auch, wie vielfältig schön der menschliche Körper
ist.
Und das Werk O R I G I O steht erst am Anfang: Derzeit bereitet sich Milena Schilling darauf vor, eines Tages zu den gigantischen Meeressäugern zu segeln, um Wale im respektvollen Wechselspiel
mit dem puren, winzigen Menschen zu fotografieren.
O R I G I O ist eine Hommage an das Leben, daran, wie facettenreich und von Schönheit erfüllt es ist. Ein demütiger Blick auf das Element Wasser, dem wir Menschen alle gleichermaßen unsere
Existenz auf der Erde verdanken, sowie eine Erinnerung daran, dass wir alle aus dem gleichen Wasser geformt sind und darüber miteinander verbunden.
Dauer der Ausstellung: 18.04. bis 03.05. 2026
Öffnungzeiten: Mittwoch bis Sonntag 13 bis 18 Uhr
Eröffnung: 17.4.2026 um 19 Uhr
Begrüßung und Einführung: Ulrike Rathjen (Kunsthistorikerin)
Musik: DJ Melasoul
Der Titel "Traumprotokoll" ist dem Surrealismus entlehnt, dem sich auch Yvonne Jakob und Sophia Kaiser in ihrer Arbeitsweise teilweise verwandt fühlen.
Sophia Kaiser animiert kleine Zeichnungen und Frottagen, baut Kartonhäuschen, in denen Lichtbilder zu sehen sind, und zeichnet mit Tape großformatige Zeichnungen über Wände hinweg. Inhaltlich geht es dabei häufig um unsichtbare Verbindungen zwischen allen Wesen der Welt, worin die geistige Verbindung der Künstlerin zur japanischen Kultur und zum Shintoismus deutlich wird.
Yvonne Jakob zeigt installative Erinnerungsstücke, inspiriert durch Begebenheiten und Wahrnehmungen aus der eigenen Vergangenheit. In ihren Aquarellen verbindet sie Erinnerung, Unbewusstes, Geträumtes mit Realem und bewegt sich hier bildnerisch zwischen gegenständlicher Abbildung und Abstraktion.
In der Gemeinschaftsausstellung fließen die Arbeiten ineinander und bilden eine untrennbare Einheit, so wie auch die langjährige Freundschaft die beiden Künstlerinnen eng zusammengeschweißt hat :)♡
WIR FREUEN UNS AUF EUCH!!!
Gruppenausstellung im Kulturort Badstraße 8 e.V., Fürth vom 27. September – 19. Oktober 2025, Teil des „Gastspiels“ – Ateliertage Fürth vom 18.–19. Oktober
Vernissage am 27.9. um 18:30
Die Gruppenausstellung mit dem programmatischen Titel „Standortbestimmung“ ist ein 2017
ins Leben gerufenes Format des Kollektivs rund um den Kulturort Badstraße 8 e.V. und gibt
im Zweijahres Rhythmus Einblick in das aktuelle Schaffen der Künstler:innen, die eng mit
dem Ort verbunden sind – sei es durch ein Atelier vor Ort oder ihre kontinuierliche Mitarbeit
am kulturellen Geschehen rund um das Haus.
Ohne thematische Klammer, dafür mit Offenheit für Vielfalt, zeigt die Ausstellung dreizehn
künstlerische Positionen aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Objektkunst, Fotografie und
Lyrik. Das historische Gebäude am Fürther Flussufer wird dabei zum Resonanzraum für
unterschiedliche künstlerische Stimmen, in dem sich individuelle Arbeitsweisen zu einem
lebendigen Gesamtbild verweben.
In diesem Jahr stoßen mit Docjong Lee (Objektkunst) und Sophie Stiller (Malerei, Text) zwei
neue Mitglieder zur Ateliergemeinschaft – beide beziehen nun neben den Malerinnen
Kathrin Hausel und Birgit-Maria Götz feste Arbeitsräume in der Badstraße 8 und erweitern
das künstlerische Spektrum des Ortes um Objektkunst und Malerei sowie Text-Arbeiten.
Die „Standortbestimmung 2025“ ist eine Momentaufnahme eines dynamischen Kollektivs,
das sich im stetigen Wandel befindet. Neue Mitglieder, Rückkehrende und kontinuierlich
aktive Akteur:innen formen gemeinsam ein Bild, das ebenso vielstimmig wie offen bleibt.
Der Ort selbst – mit seiner besonderen Lage am Flussufer, seinem offenen Charakter und
seiner Geschichte als Begegnungsraum – wird dabei zum verbindenden Element. Er
ermöglicht Austausch, Kollaboration und Öffentlichkeit. Die Ausstellung macht dies über
den Eigenwert der einzelnen Arbeiten hinaus sichtbar – und lädt dazu ein, sich selbst ein
Bild zu machen.
Teilnehmende Künstler:innen der Ausstellung:
Elke Fenneteu, Yvonne Germann, Birgit Maria Götz, Kathrin Hausel, Lucia Hufnagel,
Johanna Klose, Docjong Lee, Jochen Pankrath, Susa Schneider, Josefa Schundau,
Sophie Stiller, Paul Weigel, Charlotte Weyh.
Ausstellungszeitraum:
27. September – 19. Oktober 2025
Vernissage: Samstag, 27. September 2025, 19 Uhr
Besichtigung Do-So 13-18 Uhr
Teilnahme am Gastspiel (Ateliertage Fürth): 18. und 19. Oktober 2025
Dauer der Ausstellung: 27.6. bis 20.7. 2025
Eröffnung: 27.6.2025 um 19 Uhr
Begrüßung: Jochen Pankrath
Einführung: Alexander Steinmüller M.A. (Sammlungskurator in der Kunstvilla)
Musik: Patrick Jahn
Öffnungzeiten: Mittwoch bis Sonntag 13 bis 18 Uhr
Axel Gercke ist ein Radfahrer, aber hauptsächlich ist er Maler.
Und so verwundert es nicht, dass er seine Leidenschaft für das Radfahren immer wieder in sein Schaffen als Bildender Künstler einfließen lässt. Man könnte behaupten, der Träger des Kunstpreises
der Nürnberger Nachrichten hat ein eigenes Genre erfunden:
die Radlandschaftsmalerei.
Oft sieht man in den Arbeiten des an der Akademie für Bildende Künste Nürnberg bei Peter Angermann studierten Malers einen einsamen Radler in gelbem Trikot, wie dieser steile Gebirgspässe
erklimmt oder innehaltend ein großes Alpenpanorama bestaunt.
Aber es geht bei Gerckes Bildern immer um die Malerei. Und auf ein Thema lässt er sich dann doch nicht festlegen. Portraits und Stillleben ergänzen sein Oeuvre.
In der Ausstellung „Neue Bilder“, die vom 27.6. bis zum 20.7.2025 in der Badstraße 8 zu sehen ist, zeigt Gercke die neuesten Arbeiten.
Die Eröffnung findet am 27.6. um 19 Uhr in der Halle der Badstraße 8 in Fürth statt.
https://axelsbilder.com/wordpress
Dauer der Ausstellung: 25.4. bis 18.5. 2025
Eröffnung: 25.4, 19 Uhr
Öffnungzeiten: Mittwoch bis Sonntag 13 bis 18 Uhr
Linda Männel erschafft Bilder.
Dabei malt sie bevorzugt mit Tusche und erweitert den malerischen Raum durch Wollgarn, der dadurch eine Ausdehnung vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale erfährt. Die Bilder Männels sind also
auch Objekte.
Das könnte man zwar von jedem Bild behaupten, bei Linda Männel, die von 2003 bis 2009 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Diet Sayler und Eva von Platen studierte, wird dies aber
besonders deutlich. Manchmal greifen die Bilder/Objekte Männels direkt in den Raum ein und verschmelzen mit ihm.
Das Garn wird dabei eingesetzt wie Farbe, die aus dem Bild herauszufließen scheint. Die Farbabstufungen, welche die Wolle erzeugt, sind sehr fein und unaufgeregt gewählt und unterstreichen die
monochrome Malerei.
Das Oeuvre der Meisterschülerin reicht von Seestücken, über Blumen bis hin zu Portraits und Dschungelbildern. Sie bedient sich also klassischer Motive, welche sie durch ihre zarte Art in die
heutige Zeit transportiert.
In der Ausstellung Greetings from Eden die vom 25.4. bis zum 18.5.2025 in der Badstrasse 8 zu sehen ist, zeigt Männel Bilder und Wandteppiche, die wie ein Gruß aus dem Paradies
erscheinen.
Die Eröffnung findet am 25.4. um 19 Uhr in der Halle der Badstrasse 8 in Fürth statt.
Vernissage am 14.03.2025 19 Uhr
Die Fotoserie F A C E TT E N lädt den Betrachter dazu ein, sich auf das Schöne und Positive einzulassen. Sie ist in positiven Momenten entstanden, die der Künstlerin kurz danach wieder entglitten
sind.
Dorothea Essigs fotografisches Spektrum liegt jenseits der gewohnten Wahrnehmung. Sie hält Momente flüchtiger sinnlicher
Eindrücke fest, um sie mit uns zu teilen.
Ihre Fotos sind immer auch ein Einblick in die Seelenwelt der Künstlerin, denn je nach Stimmung verändert sich ihre Wahrnehmung
und die Sicht auf die Umgebung. Die Bilder sind eine direkte Resonanz darauf. In diesem Sinn laden die Bilder ein, sich in der herausfordernden aktuellen Weltlage eine kurze Auszeit zu nehmen, um
den Focus auf andere Facetten des Lebens zu lenken, Luft zu holen und sich wohl zu fühlen. An den anderen Tagen sind die Öffnungszeiten während des Cafébetriebs.
Workshop mit der Künstlerin & Kunsttherapeutin Dorothea Essig am Samstag den 15.03.2025 von 13 - 17 Uhr im Kulturort Badstraße 8 e.V.
Hier werden Kopien der ausgestellten Fotos zerschnitten und das Publikum hat die Möglichkeit diese neu zu einer Collage
zusammenzusetzen und mit Zeichenkreide zu ergänzen. Diese Methode wird auch in der Kunsttherapie eingesetzt, mit dem Ziel ein
positives Erleben auszulösen. Wir laden Sie ein, sich darauf einzulassen, um im besten Falle mit einem guten Gefühl und neuen
emotionalen Ressourcen wieder nach Hause zu kehren.
Biografie:
1968 Geboren in Nürnberg
Freie Fotoassistentin in Nürnberg und München
Studium an der internationalen Modeschule ESMOD München
Freie Designerin
Dozentin an der Modeschule ESMOD International in München
seit 2010 Entwicklung eigener künstlerischen Position mit dem Medium Fotografie
seit 2013 Pädagogin
seit 2024 Pädagogische Kunsttherapeutin
2024 Ausstellungen: STROKE München, ART MUC München
2025 Ausstellungen: LM STUDIO Hyères Südfrankreich, KULTURORT BADSTRAßE 8 E.V. Fürth
Die Ausstellung geht bis zum 6.4.2025
