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Der Grabsänger                                                                                                                   Gerd Grashaußer und Miller the Killer (E-Piano)

Autorenlesung mit Musik für Jugendliche und Erwachsene

Fr, 18.11.2016 um 20 Uhr

Gerd Grashaußer alias Geraldino geht neue Wege und präsentiert seinen ersten Roman mit Erzählungen über seine Kindheit und Jugend in den 60er und 70er Jahren. Er schildert, wie er als Spross einer Arbeiterfamilie zwischen teils schrulligen, teils tragischen Figuren aufwächst. Seine Alltagsabenteuer führen ihn vom Wirtschaftswunder bis zur Punkperformance - skurril und melancholisch, derb und einfühlsam.

Die "wahre Geschichte" des bekannten Musikers beginnt mit der Hausgeburt des Erzählers, der seine Kindheit in der tiefen, fränkischen Provinz verbringt. Das Dorfleben hält immer neue drastische Ereignisse bereit, der Reigen von Verwandten und Nachbarn sorgt für Abwechslung bis hin zum Mord und Selbstmord; glücklicherweise gibt es den Traumjob als Grabsänger bei Beerdigungen. Nach den Irrungen und Wirrungen der Pubertät folgt eine Ausbildung zum Bundesbahnbeamten, die beinahe in einer Katastrophe endet. Die Beamtenlaufbahn wird gegen den zweiten Bildungsweg eingetauscht, die erste WG in der nahegelegenen Großstadt bringt die Wende: hin zu Kunstprojekten und der eigenen Band. Nach Chaosphase und Neuorientierung bietet sich die Arbeit mit Kindern als Neuanfang an, kinderladengeprägt und gesellschaftspolitisch bewegt. Zum Schluss werden die weiteren Lebensstationen skizziert: die Schaffensphase mit kreativem Kindertheater, der Start der Laufbahn als Kinderliedermacher mit Umzug nach Köln und ersten Jobs fürs TV und die Rückkehr in die fränkische Heimat.

Episoden aus rund 20 Jahren zeigen die wichtigsten Etappen auf seinem Weg vom "Grabsänger" zum "Star der Kinderzimmer". Lakonischen Beschreibungen machen dabei Figuren und Situationen lebendig und setzen komödiantische Effekte frei.
Die Lesung wird umrahmt mit musikalische Einlagen von Gerd Grashaußer und Miller the Killer!

 


Joshua Groß

Sa, 28.05. 2016 um 20Uhr

Joshua Groß

Geboren 1989 in Grünsberg, lebt in Nürnberg. 2013 erschien sein mehrfach ausgezeichneter Roman Der Trost von Telefonzellen, 2014 die Novelle Magische Rosinen, ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst als eines der »Schönsten Deutschen Bücher 2015«.

 

 

Mit seinem Erstlingsroman Der Trost von Telefonzellen betrat Joshua Groß die Szene und begeisterte viele Leserinnen und Leser. Magische Rosinen, die zweite Veröffentlichung des jungen Autors, der bereits mehrere Preise erhalten hat (u.a. Bayerischer Kunstförderpreis 2014; Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis 2014), wurde von der Stiftung Buchkunst im Wettbewerb »Die Schönsten deutschen Bücher 2015« ausgezeichnet.

Auch in seinem neuen Roman, der im Mai 2016 erscheint, erzählt Joshua Groß wieder eine außergewöhnliche und großartig überdrehte Geschichte: Faunenschnitt spielt im hochsommerlichen österreichischen Salzkammergut und handelt von einem Nazi-Geheimnis und einer bissigen Muräne, von postmoderner Traurigkeit und einem abgestürzten Segelflugzeug, von der psychiatrischen Behandlung Thomas Middelhoffs, von Dalí-Skulpturen und einem vegan ernährten Hund, vom Leuchten der Berge bei Sonnenuntergang, von Freundschaft, Liebe und Paranoia.

Gleichzeitig erzählt Faunenschnitt von der Sinnsuche eines jungen Menschen in einer gewaltgeprägten Welt, von widerständigem Trotz und schlitzohriger Intervention.

Ein temporeicher Roman mit Referenzen zu Richard Brautigan, Jorge Luis Borges und William S. Burroughs, der begleitet wird von den mit Farbe und Licht spielenden Fotografien von Hannah Gebauer, von Bildern, die Raum lassen für Geheimnis und Entdeckung.

 

 

Im Kulturort Badstrasse 8 e. V. wird Groß aus seinem neuen Roman "Faunenschnitt" lesen und "Still China" vorstellen, ein Projekt, welches im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Günther Worth entstand.